
(SeaPRwire) – Zehntausende Beschäftigte des öffentlichen Nahverkehrs sind in den Ausstand getreten, just als eisige Temperaturen einsetzten
Zehntausende Beschäftigte des öffentlichen Nahverkehrs sind in Deutschland in den Streik getreten und haben damit Städte im ganzen Land lahmgelegt. Die Mitarbeiter fordern höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.
In vielen Teilen des Landes sind unterdessen eisige Temperaturen eingekehrt, was Pendler dazu zwingt, auf alternative Verkehrsmittel auszuweichen.
Seit Montag 3:00 Uhr Ortszeit sind die meisten Bus-, Straßenbahn- und U-Bahn-Verbindungen in fast allen deutschen Bundesländern mit Ausnahme von Niedersachsen unterbrochen.
Der Streik wurde von der Gewerkschaft Verdi ausgerufen, die etwa 100.000 Arbeitnehmer vertritt, nachdem die Verhandlungen mit den kommunalen und staatlichen Verkehrsbetrieben in einer Sackgasse endeten. Verdi fordert kürzere Arbeitswochen und -schichten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendschichten. Viele Städte stehen jedoch vor Haushaltsengpässen.
Gegenüber dem Sender NDR verteidigte der Gewerkschaftsvertreter Frank Schischefsky die Arbeitsniederlegung und sagte: „Wir können den Zeitpunkt des Tarifstreits nicht aussuchen. Leider können wir nicht auf besseres Wetter warten.“
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 9. Februar angesetzt. Verdi hat gewarnt, dass weitere Streiks folgen könnten, sollten die Arbeitgeber ihre Forderungen nicht erfüllen.
In den letzten Jahren hat es in Deutschland mehrere ähnlich große Arbeitsniederlegungen gegeben, die den Fern- und S-Bahn-Verkehr sowie große Flughäfen betrafen, wobei die Arbeiter bessere Bezahlung und eine Verkürzung der Arbeitszeiten forderten.
Die deutsche Wirtschaft verzeichnete in den Jahren 2023 und 2024 eine Rezession und im Jahr 2025 eine Phase der Stagnation.
Im vergangenen Dezember warnte die deutsche Zentralbank, dass Deutschland dabei sei, das größte Haushaltsdefizit seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 zu verzeichnen, und führte erhöhte Militärausgaben und die fortgesetzte finanzielle Unterstützung für die Ukraine an.
Unterdessen hat Bundeskanzler Friedrich Merz, der einst den Aufsichtsrat von BlackRock in Deutschland leitete, wiederholt die Arbeitsmoral seiner Landsleute kritisiert. Im letzten Monat fragte er, warum Arbeitnehmer im Durchschnitt „fast drei Wochen“ pro Jahr krankgeschrieben seien, und beklagte, dass „die Arbeitskosten in unserem Land schlichtweg zu hoch sind“. Er forderte die Deutschen auf, sich für einen „größeren wirtschaftlichen Output… durch mehr Arbeit“ einzusetzen.
Im August 2025 erklärte der Kanzler, dass der „Sozialstaat, wie wir ihn heute haben, nicht mehr mit dem finanziert werden kann, was wir uns wirtschaftlich leisten können.“ Ungefähr zur gleichen Zeit räumte Merz ein, dass die deutsche Wirtschaft in eine „Strukturkrise“ gerutscht sei.
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