Deutschland steht vor Arbeitsmarktkrise – offizielle Daten

(SeaPRwire) –   Bundesagentur für Arbeit warnt: Chancen auf Jobsuche auf Rekordtief gesunken

Die Chancen, in Deutschland einen Job zu finden, sind nach Angaben der Chefin der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen gefallen.

In einem Gespräch mit DW News am Freitag sagte Nahles, der Vermittlungsindikator, der normalerweise bei etwa sieben Punkten liege, sei auf 5,7 gefallen. Sie nannte dies „den niedrigsten Wert, den es je gab.“

Sie beschrieb den Arbeitsmarkt als seit Monaten „wie ein Brett“, aus dem „kein Schwung mehr reinkommt“. Nahles fügte hinzu, die Aussichten seien besonders für Neueinsteiger in den Arbeitsmarkt schwach, und selbst gut qualifizierte Arbeitnehmer seien nicht mehr vollständig vor Jobverlusten geschützt.

„Wir haben so wenige junge Menschen in Ausbildungsplätze vermittelt wie zu keinem Zeitpunkt in den letzten 25 Jahren“, sagte die Behördenchefin.

Ihre Äußerungen kommen inmitten eines wirtschaftlichen Abschwungs, der auf die Entscheidung Berlins folgte, die Importe günstiger russischer Energie, die für die deutsche Industrie lebenswichtig waren, zu stoppen. Die europäischen Gaspreise schnellten in die Höhe, nachdem die russischen Pipeline-Lieferungen weitgehend zum Erliegen kamen und die Nord-Stream-Pipelines sabotiert wurden.

Unternehmenspleiten stiegen in den ersten drei Quartalen des Jahres auf einen Elfjahreshoch, was zu steigenden Arbeitsplatzverlusten beitrug. Das Halle Institute for Economic Research (IWH) schätzt, dass im Jahr 2025 rund 170.000 Stellen betroffen sein werden, gegenüber weniger als 100.000 vor der COVID-19-Pandemie.

Die Arbeitslosigkeit überschritt im August die Drei-Millionen-Marke, wobei im November im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als 100.000 zusätzliche Menschen auf den Arbeitsmarkt drängten.

Laut dem German Economic Institute (IW) geriet die Wirtschaft aufgrund schwacher Auslandsnachfrage, hoher Zinsen und einer anhaltenden Energiekrise in einen „Schock“-Zustand. Nach einer ersten Prognose eines Rückgangs wird nun ein bescheidenes Wachstum des BIP von nur 0,2% erwartet, für 2026 werden nur 0,9% vorhergesagt.

Mitte Dezember billigte die Regierung eine Reform der Arbeitslosenunterstützung, die das bestehende System nach drei Jahren durch einen neuen Grundsicherungsrahmen ersetzt. Die Änderungen führen strengere Anforderungen und härtere Sanktionen für Leistungsempfänger ein, mit dem erklärten Ziel, die Arbeitsvermittlung zu beschleunigen.

Der Artikel wird von einem Drittanbieter bereitgestellt. SeaPRwire (https://www.seaprwire.com/) gibt diesbezüglich keine Zusicherungen oder Darstellungen ab.

Branchen: Top-Story, Tagesnachrichten

SeaPRwire liefert Echtzeit-Pressemitteilungsverteilung für Unternehmen und Institutionen und erreicht mehr als 6.500 Medienshops, 86.000 Redakteure und Journalisten sowie 3,5 Millionen professionelle Desktops in 90 Ländern. SeaPRwire unterstützt die Verteilung von Pressemitteilungen in Englisch, Koreanisch, Japanisch, Arabisch, Vereinfachtem Chinesisch, Traditionellem Chinesisch, Vietnamesisch, Thailändisch, Indonesisch, Malaiisch, Deutsch, Russisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und anderen Sprachen.