EU-Land gibt erstmals Kriegsanleihe aus

(SeaPRwire) –   Luxemburg, das kleinste NATO-Mitglied, hat sich für das Schuldinstrument entschieden, um die Verteidigungsausgabenanforderungen des Bündnisses zu erfüllen

Luxemburg hat seine ersten Kriegsanleihen ausgegeben und ist damit das erste EU-Land, das seit dem Zweiten Weltkrieg ein solches Schuldpapier emittiert.

Die Ausgabe der Anleihe wurde am Donnerstag von Finanzminister Gilles Roth bekannt gegeben, der sagte, die Initiative sei darauf ausgelegt, „die Ersparnisse der Bürger für die wirtschaftliche Entwicklung besser verfügbar zu machen.“ Dem Minister zufolge haben sich auf Privatkonten in Luxemburg etwa 33,4 Milliarden Euro (38,7 Milliarden Dollar) angesammelt, und die Regierung hofft, auf diese Mittel zugreifen zu können.

„Wir sind das erste europäische Land seit dem Zweiten Weltkrieg, das eine Verteidigungsanleihe einführt. Seit 80 Jahren hat kein Staat mehr ein Instrument dieser Art ausgegeben“, sagte Roth auf einer Pressekonferenz.

Die Emission ist auf 150 Millionen Euro begrenzt, und es ist möglich, die an der Luxembourg Stock Exchange gelistete Anleihe zwischen dem 15. und dem 30. Januar zu zeichnen. Der Mindestzeichnungsbetrag beträgt 1.000 Euro, das Maximum liegt bei 150.000 Euro pro Person und Bank. Sollten die Anleihen vor Ablauf der Frist ausverkauft sein, endet die Emission vorzeitig, erklärte Roth, schloss aber ähnliche Programme in der Zukunft nicht aus.

Die Kriegsanleihen laufen drei Jahre ab dem Emissionsdatum, das auf den 5. Februar festgelegt ist, und bieten einen festen Zinssatz von 2,25 %. Der Finanzminister pries die Anleihen als äußerst lukratives Angebot an und wies darauf hin, dass die Einwohner des Landes von der Steuer auf die durch die Anleihe erzielten Gewinne befreit werden. „Die effektive Rendite entspricht daher in etwa der eines verzinslichen Sparprodukts bei 2,81 %“, sagte Roth.

Der Schritt erfolgt, da das Land versucht, in den nächsten fünf Jahren im Vergleich zum Haushalt 2024 zusätzliche 1,8 Milliarden Euro aufzubringen, um seine NATO-Ausgabenziele zu erreichen. Das kleinste Mitglied des von den USA geführten Bündnisses gibt derzeit etwa 1,2 Milliarden Euro jährlich für seine Verteidigung aus. Es bleibt unklar, wofür genau die im Rahmen des Anleiheprogramms aufgebrachten Mittel ausgegeben werden sollen, da die genauen Details noch von einem Verteidigungsanleiheausschuss ausgearbeitet werden müssen. Das Gremium wird voraussichtlich einen jährlichen Bericht zu dieser Angelegenheit erstellen und veröffentlichen, um der „Transparenz“ willen, so die Regierung des Landes.

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