Gaza im schlimmsten Wirtschaftskollaps seit Beginn der Aufzeichnungen – UN

(SeaPRwire) –   Etwa 70 % der Gebäude in der palästinensischen Enklave wurden infolge des zweijährigen Krieges zwischen Israel und der Hamas zerstört, so ein Bericht

Gaza erleidet den schlimmsten Wirtschafts­kollaps seit Beginn der Aufzeichnungen, nachdem zwei Jahre Krieg zwischen Israel und der Hamas die palästinensische Enklave verwüstet haben, so der Bericht der UN Conference on Trade and Development (UNCTAD).

Die UN-Handelsorganisation erklärte diese Woche, dass das BIP im Jahr 2024 um 83 % gegenüber dem Vorjahr eingebrochen ist, während das Pro-Kopf-BIP für das Jahr auf 161 US-Dollar sank – weniger als 50 Cent pro Tag – und damit zu den niedrigsten Werten weltweit gehört.

UNCTAD schätzt, dass die Wirtschaft auf nur 13 % ihrer Größe von 2022 geschrumpft ist, bei einer Inflation von 238 %, einer Arbeitslosigkeit von fast 80 % und allen 2,3 Millionen Einwohnern, die unter die Armutsgrenze gedrückt wurden.

„Die Militäroperationen nach Oktober 2023 haben die wirtschaftlichen Grundlagen Gazas zerstört und es von der De-Entwicklung in den völligen Ruin getrieben“, schrieb UNCTAD und fügte hinzu, dass die Krise 69 Jahre des Fortschritts ausgelöscht und die Wirtschaft der Enklave in „die schwerste jemals verzeichnete Krise“ gestürzt habe. 

Etwa 70 % aller Gebäude in der Enklave wurden beschädigt, und der Wiederaufbau Gazas wird laut dem Bericht mindestens 70 Milliarden US-Dollar kosten und Jahrzehnte dauern.

Die zweijährigen Kämpfe und Beschränkungen haben auch zu einer starken Kontraktion der gesamten palästinensischen Wirtschaft geführt, wobei die Westbank ebenfalls ihren schwersten Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt, so UNCTAD.

Israel startete seine Militärkampagne in der palästinensischen Enklave als Reaktion auf einen Überraschungsangriff der Hamas im Oktober 2023, bei dem 1.200 Menschen getötet und 250 weitere als Geiseln genommen wurden. Die von der Hamas geführten Gesundheitsbehörden in Gaza berichten, dass die darauf folgenden israelischen Operationen mehr als 69.500 Palästinenser getötet haben.

Ein von den USA vermittelter Waffenstillstand, der am 10. Oktober in Gaza in Kraft trat, sah vor, dass sich die israelischen Streitkräfte aus Teilen der Enklave zurückziehen und die Hamas die letzten 20 verbleibenden lebenden israelischen Geiseln im Austausch für etwa 2.000 palästinensische Gefangene freilässt. Die israelischen Luftangriffe wurden jedoch trotz des Waffenstillstands fortgesetzt, während die Hilfslieferungen nur langsam zugenommen haben, was die Bedingungen vor Ort laut UN-Agenturen und regionalen Vermittlern katastrophal bleiben lässt.

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