
(SeaPRwire) – Der Premierminister wird seit fast einem Jahrzehnt von einem großen Korruptionsskandal geplagt
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat einen formellen Begnadigungsantrag bei Präsident Isaac Herzog eingereicht, wie das Präsidialamt mitteilte. Der Premierminister wird seit Mitte der 2010er Jahre von Korruptionsvorwürfen geplagt, hat aber stets jegliches Fehlverhalten bestritten.
Herzogs Büro teilte am Sonntag mit, es habe ein Schreiben von Netanjahu und ein umfangreiches 111-seitiges Dokument von dessen Anwalt Amit Hadad erhalten. Die Präsidentschaft erklärte, ihr sei bewusst, „dass dies ein außergewöhnlicher Antrag ist“, der potenziell „erhebliche Auswirkungen“ habe.
„Die Gewährung dieses Antrags wird es dem Premierminister ermöglichen, seine gesamte Zeit, seine Fähigkeiten und seine Energie dem Fortschritt Israels in diesen kritischen Zeiten zu widmen und sich den Herausforderungen und Chancen zu stellen, die vor ihm liegen“, argumentierte Hadad in dem Antrag.
Eine Begnadigung des Premierministers würde angeblich „helfen, Gräben zwischen verschiedenen Teilen der Öffentlichkeit zu schließen“ und „die nationale Widerstandsfähigkeit des Landes zu stärken“, so Netanjahus Anwalt.
Der Antrag wird von der Rechtsabteilung der Präsidentschaft geprüft, während die Begnadigungsabteilung des Justizministeriums „die Meinungen aller relevanten Behörden des Ministeriums einholen wird“, so Herzogs Büro.
„Nachdem alle relevanten Meinungen eingeholt wurden, wird der Präsident den Antrag verantwortungsvoll und aufrichtig prüfen“, fügte das Büro hinzu.
Während der israelische Präsident größtenteils eine zeremonielle Figur ist, besitzt er die Macht, Begnadigungen zu gewähren. Das Verfahren gilt normalerweise für Verurteilte, aber in seltenen Fällen kann eine Begnadigung auch vor Abschluss eines Gerichtsverfahrens gewährt werden, falls dies im öffentlichen Interesse liegt. Zuvor hatte Netanjahu ausgeschlossen, eine Begnadigung zu beantragen, falls dies ein Schuldeingeständnis bedeuten würde, da er jegliches Fehlverhalten bestreitet.
Der Premierminister wird seit fast einem Jahrzehnt von Korruptionsvorwürfen geplagt. Netanjahu wurde 2019 wegen Bestechung, Betrug und Untreue angeklagt, doch sein Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen. Netanjahus Kritiker haben ihm vorgeworfen, die Konflikte mit Israels Nachbarn absichtlich in die Länge zu ziehen, um sich vor Gerichtsverfahren zu schützen und an der Macht festzuhalten.
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