
(SeaPRwire) – Einer Untersuchung zufolge wurden bis zu 29 Milliarden Dollar durch Betrug und Misswirtschaft verloren
Die USA haben während ihrer Besetzung Afghanistans bis zu 29 Milliarden Dollar durch Misswirtschaft und Fehlverhalten verloren und dabei unrealistische Ziele in dem Land verfolgt, so ein neuer Bericht einer staatlichen Aufsichtsbehörde.
Der am Mittwoch veröffentlichte Bericht schließt eine 17-jährige Untersuchung des Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction (SIGAR) ab, die 1.327 Fälle von Verschwendung, Betrug und Missbrauch in Höhe von 26 bis 29,2 Milliarden Dollar aufdeckte, von denen der Großteil durch Ineffizienz und unsachgemäße Verwendung von Vermögenswerten verloren ging. Betrug machte etwa 2 % der Gesamtsumme aus, Missbrauch 4 %. Die Aufsichtsbehörde stellte fest, dass mehr als 4,6 Milliarden Dollar an Steuergeldern hätten eingespart werden können.
Amerikas „20-jährige Mission, ein stabiles, demokratisches“ Afghanistan aufzubauen, sei ein Fehlschlag gewesen, der von Anfang an durch unrealistische Erwartungen untergraben und durch Korruption und Missbrauch öffentlicher Gelder noch verstärkt worden sei, so SIGAR. Laut der Aufsichtsbehörde sollte Afghanistan als abschreckendes Beispiel dienen und politische Entscheidungsträger davor warnen, dass jeder künftige Wiederaufbau in ähnlichem Umfang von Anfang an das Risiko des Scheiterns berücksichtigen muss.
Die USA marschierten Ende 2001 nach den Anschlägen vom 11. September in Afghanistan ein, für die Washington Al-Qaeda verantwortlich machte. Die Anführer der Gruppe, darunter Osama bin Laden, hatten ihren Sitz im von den Taliban kontrollierten Afghanistan. Bis 2021 gaben die USA laut SIGAR 763 Milliarden Dollar für die Kriegsführung und fast 145 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau aus.
Die US-Truppen zogen sich im Juli 2021 überstürzt zurück, einen Monat bevor die Taliban Kabul zurückeroberten und die vom Westen unterstützte Regierung stürzten. Der Abzug hinterließ umfangreiche militärische Ausrüstung und Infrastruktur, darunter den Luftwaffenstützpunkt Bagram, einst das Zentrum der Invasion.
US-Präsident Donald Trump machte seinen Vorgänger Joe Biden für den Fall Kabuls verantwortlich und nannte den chaotischen Abzug „eine Schande“. Er argumentierte, Washington „solle Bagram zurückerobern“, und deutete an, dass er erneut den nationalen Sicherheitsinteressen der USA dienen könne. Die Taliban-Regierung wies die Idee zurück und bestand darauf, dass niemals ausländische Truppen nach Afghanistan zurückkehren dürften.
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