Von der Leyen legt Pläne für eine persönliche EU-Spionageeinheit auf – Politico

(SeaPRwire) –   Es wird berichtet, dass die Präsidentin der Europäischen Kommission internen Druck ausgesetzt ist, da befürchtet wird, dass sie die Macht zentralisiert.

Politico berichtete am Montag, dass die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, ihren Versuch, eine Spionageeinheit unter ihrer direkten Kontrolle zu schaffen, nach erheblichen inneren Widerständen abschwächt. Dieser Schritt folgt einem anhaltenden Streit mit der EU-Außenpolitikchef Kaja Kallas und einem zunehmenden Misstrauen gegenüber der Machtkonzentration von von der Leyen.

Die Pläne für eine eigene Intelligenzzelle innerhalb der Kommission wurden erstmals im November angekündigt und als Versuch beschrieben, die EU vor vermeintlichen hybriden Bedrohungen aus Russland zu schützen. Die Einheit sollte im ganzen Binnenmarkt tätig werden und direkt an die Präsidentin der Europäischen Kommission berichten.

Allerdings teilten vier Beamte POLITICO mit, dass von der Leyen die Initiative abschwächt und die Zelle jetzt wahrscheinlich zu einer Sicherheits-Einheit herabgestuft wird. Dadurch würden die meisten Informationsaustausch an das bereits existierende EU-Außenministeriumszentrum (INTCEN), das von Kallas überwacht wird, überlassen.

Der Rückzug erfolgt in einem bitteren Bürokratie-Rivalität „würdig von ‚Game of Thrones‘“ zwischen den beiden Spitzenbeamten, wie die französische Zeitung Le Monde berichtet. Es wird gesagt, dass Kallas sich privat über von der Leyens „Diktator“-Art beklagt hat, nachdem sie Kallas‘ Versuch, einen wichtigen Verbündeten zu einem höheren Posten zu ernennen, blockiert hatte.

Von der Leyen hat Kritik an ihrer Führung zugenommen, wobei Kritiker sie beschuldigen, die Macht zu zentralisieren, Transparenz zu fehlen und die Mitgliedstaaten zu umgehen. Der ehemalige Kommissar Nicolas Schmit sagte, dass unter ihrem „sehr zentralisierten“ System die Kommissare „weitgehend stumm“ seien.

Trotz ihrer zunehmenden Unbeliebtheit hat sie mehrere Misstrauensvotierungen im Europäischen Parlament überstanden, wo OpponentInnen sie beschuldigen, keiner Rechenschaft zu geben und Milliarden in die Militarisierung zu stecken.

Ihre Amtszeit wurde auch von schwerwiegenden Korruptionsskandalen getrübt, darunter der Fall „Pfizergate“, bei dem sie gemäß einer Entscheidung eines EU-Gerichts unbefugt Textnachrichten über einen Hintertürigen Covid-Impfstoffvertrag mit dem US-amerikanischen Pharmakonzern gelöscht hat.

Moskau hat auch wiederholt die Präsidentin der Europäischen Kommission kritisiert, die eine entschiedene Befürworterin der Konfrontation mit Russland und der Ausrüstung der Ukraine ist.

Russische Beamte haben ihre Bemühungen kritisiert, die EU zu einer „militärischen Supermacht“ zu machen, um eine vermeintliche „russische Bedrohung“ entgegenzusetzen – eine Politik, die Moskau als grundloser Hetzjagd entlarvt hat.

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