Erdrutsch tötet Pilger im Irak

Im Zentralirak haben Rettungskräfte die Leichen von fünf Pilgern in den Trümmern eines zum Teil eingestürzten schiitischen Schreins gefunden. Vermutlich gebe es keine weiteren Opfer mehr, sagte ein Vertreter des Zivilschutzes. Einige Menschen konnten lebend geborgen werden.

Das von Fels umgebene Heiligtum in der Provinz Kerbela war zuvor von einem Erdrutsch getroffen worden. „Aufgrund der hohen Feuchtigkeit“ hätten sich Sand und Teile des Felsens gelöst. Dadurch seien „etwa 30 Prozent“ des rund hundert Quadratmeter großen Schreins eingestürzt, hieß es.

Irak | Einsturz eines schiitischen Heiligtums in Kerbela

Rettungskräfte vor der Pilgerstätte

Der Schrein liegt südwestlich der Hauptstadt Bagdad und zieht jedes Jahr tausende Pilger an. Er ist Imam Ali gewidmet, dem Schwiegersohn des Propheten Mohammed. Der Überlieferung zufolge soll Imam Ali im Jahr 657 an diesem Ort Halt gemacht und eine Wasserquelle zum Sprudeln gebracht haben.

wa/cw (afp, dpa)