Ex-Loveparade-Chef nach Flugzeugabsturz vermisst

Bei der Suche nach einem vermissten Privatflugzeug mit fünf deutschen Passagieren haben die Einsatzkräfte zwei Tote vor der Küste Costa Ricas entdeckt. Die Leichen eines Erwachsenen und eines Kindes seien im Meer gefunden worden, teilte das Ministerium für öffentliche Sicherheit des mittelamerikanischen Landes mit. Zuvor waren rund 28 Kilometer vom Flughafen der östlichen Provinz Limón entfernt bereits Teile des Flugzeugrumpfs, Sitze und mehrere Gepäckstücke gesichtet worden. 

An Bord der Maschine befanden sich nach Angaben der Behörden in Costa Rica der Gründer der Fitnessstudio-Kette McFit, Rainer Schaller, dessen Freundin, deren zwei Kinder, ein weiterer Deutscher und der Pilot aus der Schweiz. Wie die Nachrichtenagentur AP meldet, steht Schallers Name auf dem eingereichten Flugplan der Chartermaschine. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über den Fall berichtet. Das Boulevardblatt berief sich dabei auf eine Sprecherin des McFit-Betreibers RSG Group mit Sitz in Oberfranken.

Verbindung zum Kontrollturm verloren

Den Behörden zufolge war die Maschine am Freitag auf dem Weg von Palenque im mexikanischen Bundesstaat Chiapas nach Limón an der costa-ricanischen Karibikküste. Das Flugzeug vom Typ Piaggio P.180 Avanti habe plötzlich die Verbindung zum Kontrollturm des Flughafens von Barra de Parismina verloren. Sofort seien Ortungsmaßnahmen eingeleitet worden. Nach einer Unterbrechung in der Nacht wegen ungünstiger Witterungsverhältnisse ging die Suche an diesem Samstag weiter.

Dortmund | Ein privates Piaggio P 180 Avanti II Flugzeug mit dem Kennzeichen D IRSG

Ein ähnliches Flugzeug vom Typ Piaggio P.180 Avanti besaß auch Rainer Schaller (Archivbild)

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin sagte, die diplomatische Vertretung in Costa Rica stehe wegen des Vorgangs mit den Behörden in der Hauptstadt San José in Kontakt. Angaben zur Identität der Passagiere machte sie nicht. Rainer Schaller war einer breiteren Öffentlichkeit bekanntgeworden als Organisator der Loveparade von 2010 in Duisburg, bei der durch eine Massenpanik 21 Menschen ums Leben kamen und mehr als 600 verletzt wurden.

jj/kle (dpa, afp, rtr, ape)