Ronaldo wechselt nach Saudi-Arabien – „Bin gespannt“

Kurz nach Mitternacht in seiner neuen Fußball-Heimat verkündete Cristiano Ronaldo gemeinsam mit dem Al-Nassr FC den Sensations-Transfer: Nach dem unrühmlichen Abgang beim einstigen Herzensclub Manchester United und dem tränenreichen WM-Abschied mit Portugal zieht es den Superstar nun tatsächlich nach Saudi-Arabien. Einen neuen Top-Club in Europa fand der vereinslose Ronaldo nicht mehr, da schlug Al-Nassr FC zu.

„Sehr inspirierend“

„Ich bin gespannt auf eine neue Fußball-Liga in einem anderen Land“, wurde Ronaldo zitiert, er sprach von einer „sehr inspirierenden Vision“ des Vereins: „Zusammen werden wir dem Team helfen, mehr Erfolg zu haben.“ Ronaldo unterzeichnete einen Vertrag über zweieinhalb Jahre bis Mitte 2025. „Geschichte wird geschrieben“, schrieb der Club bei Twitter über Fotos, die den 37 Jahre alten Portugiesen mit dem gelb-blauen Trikot und seiner legendären Nummer 7 zeigen.

Der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtensender Al-Arabiya hatte die Nachricht bereits ein paar Stunden zuvor verkündet, allerdings ohne Quellen dafür zu nennen. Die News machte dennoch machte blitzschnell die Runde über England, Italien, Portugal, Spanien.

Nachdem auch schon Fotos von Al-Nassr-Trikots mit Ronaldos Namen und seiner Rückennummer aufgetaucht waren, machte der Club den Transfers nach Mitternacht (Ortszeit) offiziell. „Diese Unterschrift wird nicht nur unseren Verein inspirieren, noch größeren Erfolg zu haben, sondern auch unsere Liga, unsere Nation und die kommenden Generationen“, hieß es von Al-Nassr.

Wir wollen mehr Top-Spieler

Auch der Präsident des saudischen Fußball-Verbandes hatte sich für das Ronaldo-Engagement stark gemacht. „Wir würden diesen Spieler gerne in unserer Liga haben“, hatte Jassir al-Missihal betont: „Wir wollen überraschen, indem wir mehr Top-Spieler aus der ganzen Welt verpflichten. Als Verband wären wir mehr als zufrieden.“

Nach den Stationen Sporting Lissabon, Manchester United, Real Madrid und Juventus Turin sowie erneut Manchester United wird Ronaldos Karriere sportlich aber vermutlich eher ohne weitere große Höhepunkte ausklingen.

Finanziell dürfte er sich das Engagement mehr als fürstlich entlohnen lassen. Offiziell wurden keine Zahlen genannt. Angeblich soll er für zweieinhalb Jahre noch als Spieler 200 Millionen Euro kassieren. Auch von einem satten Handgeld ist die Rede – weil er keinen Vertrag hat, entfällt die Ablösesumme.

In Katar nur in der zweiten Reihe

Denn seit seinem geräuschvollen Abgang bei Manchester United während seines zweiten Engagements beim englischen Traditionsclub ist der Portugiese ohne Verein. Er war daher seit Ende November ablösefrei auf dem Markt. Seitdem kursierten auch immer wieder die wildesten Gerüchte im Ronaldo.

Bei der WM2022 in Katar konnte er allerdings nicht viel Eigenwerbung betreiben. Für den fünfmaligen Weltfußballer wurde seine letzte WM zu einer großen Enttäuschung, nachdem er von Nationaltrainer Fernando Santos im Achtelfinale und dann auch beim Viertelfinal-Aus gegen Marokko nur als Einwechselspieler zum Einsatz gekommen war.

haz/ack (sid, dpa, rtr, afp)