Somalia droht eine Hungerkatastrophe

Er habe „Kinder gesehen, die so unterernährt waren, dass sie kaum sprechen konnten“, sagte UN-Koordinator Martin Griffiths. Er sei „zutiefst schockiert über das Ausmaß an Schmerz und Leid, das so viele Somalier erdulden müssen“. 213.000 Menschen seien landesweit akut vom Hungertod bedroht.

Hilfsorganisationen befürchten nun eine ähnliche Hungersnot wie 2011, als 260.000 Menschen ums Leben kamen. Doch angesichts der Vielzahl humanitärer Notlagen – darunter im Jemen, in Afghanistan und in der Ukraine – fanden deren zahlreiche Appelle zuletzt kaum Gehör.

Fatuma Abdi Aliyow sitzt neben den Gräbern ihrer beiden Söhne, die vergangene Woche an den Folgen des Hungers gestorben sind

Eine Mutter trauert am Rande von Mogadischu um ihre beiden Söhne, die an den Folgen des Hungers gestorben sind

Erst Ende Juni hatte die Organisation Save The Children die internationale Gemeinschaft gewarnt, sie bewege sich „wie ein Schlafwandler auf eine katastrophale Hungersnot“ in Somalia zu.

Somalia kämpft derzeit mit der schlimmsten Dürre seit 40 Jahren. Nach UN-Schätzungen vom Juli übertrifft die aktuelle Dürre die früheren „in Bezug auf Dauer und Schwere“. Rund 7,8 Millionen Menschen – fast die Hälfte der Bevölkerung – haben nach UN-Angaben nicht genug zu essen.

rb/fw (AFP, dpa, epd, KNA)