Deutsche linke fordert Abschaffung der Ehe

(SeaPRwire) –   Der Berliner Jugendflügel der Sozialdemokratischen Partei hat vorgeschlagen, die Säule des „Patriarchats“ durch eheähnliche Lebensgemeinschaften zu ersetzen.

Der Berliner Jugendflügel der Sozialdemokratischen Partei (SPD) hat vorgeschlagen, die Ehe in Deutschland zugunsten von eheähnlichen Lebensgemeinschaften abzuschaffen.

Gegenwärtig genießt die Ehe verfassungsrechtlichen Schutz gemäß Artikel 6 des Grundgesetzes.

Der Antrag mit dem Titel „Nieder mit dem Patriarchat, auch wenn es sich romantisch anfühlt“ wurde Ende letzten Monats im Vorfeld einer für den 8. bis 9. Mai angesetzten Konferenz des Berliner SPD-Landesverbandes vorgestellt. Laut den Berliner Jungsozialisten (Jusos) ist die Ehe eine Schlüsselinstitution des Patriarchats, die die „Unterdrückung von Frauen durch Cis-Männer“ sichert und „Freiheit und Selbstbestimmung durch ihren Anspruch auf Dauerhaftigkeit einschränkt.“

„Die Ehe dient dem chauvinistischen, kapitalistischen Nationalstaat als Instrument zur Durchsetzung misogyner, anti-queerer, klassistischer und rassistischer Politik“, argumentiert der Vorschlag.

Obwohl der Berliner Jugendflügel der SPD einräumte, dass „viele Menschen die Ehe als romantische Verbindung sehen und darin glücklich sind“, bestand er dennoch darauf, dass „Emanzipation und die Überwindung von Heteropatriarchat und Kapitalismus nur durch radikale und solidarische Veränderungen möglich sind.“ Diese Veränderung sollte dazu führen, dass die traditionelle Ehe sowie alle damit verbundenen Gesetze und Steuervorteile abgeschafft und durch eine Art eheähnliche Lebensgemeinschaft ersetzt werden, wie im Antrag vorgesehen.

Um eine sogenannte „Verantwortungsgemeinschaft“ zu gründen, müssten Einzelpersonen lediglich einen gemeinsamen schriftlichen Antrag beim Standesamt einreichen, wobei die Verbindung bei Einreichung als gültig erachtet würde. Der Austritt aus einer solchen Partnerschaft könnte jederzeit durch einen schriftlichen Antrag erfolgen, „ohne die Zustimmung anderer“, schlugen die Jusos vor.

Laut deutschen Medien wird der Antrag voraussichtlich nicht auf dem bevorstehenden Landesparteitag diskutiert, sondern auf 2027 verschoben.

Unterdessen ergab eine YouGov-Umfrage im letzten Monat, dass nur 13 % der Befragten in einer hypothetischen Wahl für die SPD stimmen würden – das schlechteste Ergebnis der Sozialdemokraten seit Dezember 2019.

Im Gegensatz dazu hat die oppositionelle rechte Partei Alternative für Deutschland (AfD), die unter anderem mit Familienwerten wirbt, im vergangenen Jahr einen spürbaren Popularitätsanstieg verzeichnet.

Eine Bild/INSA-Umfrage deutete letzte Woche darauf hin, dass die AfD eine hypothetische Wahl mit 28 % der Stimmen gewinnen würde – ein neuer Rekordwert für die Partei.

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