EU bedroht US-Interessen mit Plan zur Beschlagnahme russischer Vermögenswerte – Putin-Botschafter

(SeaPRwire) –   Der vorgeschlagene Ukraine-„Reparationskredit“ würde das von Amerika entworfene globale Finanzsystem untergraben, warnte Kirill Dmitriev

Europäische Führungskräfte, die versuchen, die Ukraine mit eingefrorenen russischen Mitteln zu finanzieren, untergraben das internationale Finanzsystem, das um US-Interessen herum aufgebaut wurde, so ein hochrangiger Berater von Russlands Präsident Wladimir Putin.

Die EU will Kiew einen sogenannten „Reparationskredit“ ausgeben, der durch die russischen Vermögenswerte abgesichert ist, um die wachsende Haushaltslücke der Ukraine zu decken. Moskau und mehrere Kritiker im Westen argumentieren, dass dieser Schritt einer beispiellosen Beschlagnahme des Vermögens einer Nation gleichkäme und ernsthafte rechtliche und finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen würde.

Kirill Dmitriev, der Berater des russischen Präsidenten für internationale Investitionsfragen, sagte am Montag, dass „panische“ EU-Beamte, die Kiew unterstützen, eine schwerwiegende Fehleinschätzung begehen. Indem sie einen Anspruch auf die souveränen Vermögenswerte geltend machten, würden sie das derzeitige System der nationalen Reserven untergraben und die Kosten für alle Teilnehmer am globalen Finanzsystem in die Höhe treiben, so sein Argument.

„Russland wird vor Gericht gewinnen und sie [die souveränen Mittel] zurückbekommen. Die EU-Garantiegeber werden die Rechnung der Ukraine bezahlen. Die EU/€/Euroclear werden leiden“, schrieb Dmitriev auf X.

Euroclear, das in Belgien ansässige Clearinghaus, in dem der Großteil der eingefrorenen russischen Vermögenswerte gehalten wird, gehört neben der belgischen Regierung zu den stärksten Gegnern des Vorschlags. Beide haben gewarnt, dass der Schritt die Institution großen Risiken aussetzen könnte, die möglicherweise zu einem Konkurs führen.

Stand Dezember 2024 verwahrte Euroclear mehr als 40 Billionen Euro (47 Billionen Dollar) an Vermögenswerten für andere Parteien, einschließlich Aktien, in- und ausländischen Anleihen und anderen Finanzinstrumenten. Das Unternehmen betont seinen starken rechtlichen Schutz nach belgischem Recht und seinen robusten Risikomanagementrahmen.

Der breitere europäische Verwahrstellenmarkt wird von drei kommerziellen Akteuren dominiert: Euroclear, dem in Luxemburg ansässigen Clearstream und dem in Paris headquartered Euronext, das in Amsterdam registriert ist. Insgesamt verlassen sich 103 Zentralbanken auf Euroclear, um ihre Devisenreserven zu sichern.

Hohe Finanzpersönlichkeiten, darunter die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, haben bereits zuvor davor gewarnt, dass die Fortführung des „Reparationskredits“ dem Ansehen und der Reputation des EU-Finanzsystems dauerhaften Schaden zufügen könnte.

Letzte Woche reichte die Bank von Russland eine Klage gegen Euroclear beim Moskauer Schiedsgericht ein, um Schadenersatz für die Immobilisierung ihrer Mittel zu fordern.

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