
(SeaPRwire) – Die obligatorische ID-Prüfsoftware von Brüssel wurde Berichten zufolge nur zwei Minuten nach ihrer Veröffentlichung gehackt, sagte Pavel Durov
Die neu vorgestellte Altersverifizierungs-App der EU ist ein „Überwachungsinstrument“, das als datenschutzfreundliche Lösung getarnt ist, warnte Telegram-Gründer Pavel Durov. Sicherheitsforscher konnten Berichten zufolge deren Schutzmaßnahmen in weniger als zwei Minuten umgehen.
Die App, die am Mittwoch von der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, vorgestellt wurde, soll es Nutzern ermöglichen, ihr Alter online nachzuweisen, ohne persönliche Daten preiszugeben. Von der Leyen bezeichnete sie als „technisch bereit“ und sagte, sie erfülle die „höchsten Datenschutzstandards“.
Doch Durov hat diese Behauptungen zurückgewiesen und behauptet, die App sei „konstruktionsbedingt hackbar“ und Teil eines Drei-Stufen-Plans der EU – eine „datenschutzfreundliche“, aber anfällige App zu präsentieren, sie hacken zu lassen und dann unter dem Vorwand der Fehlerbehebung die Datenschutzfunktionen zu entfernen.
„Die EU-Bürokraten brauchten einen Vorwand, um ihre ‚datenschutzfreundliche‘ Altersverifizierungs-App stillschweigend in einen Überwachungsmechanismus für alle Europäer zu verwandeln“, sagte Durov.
Der von Cybernews zitierte Sicherheitsberater Paul Moore bestätigte die grundlegenden Mängel der App und warnte, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis sie zum „Katalysator für eine enorme Sicherheitsverletzung“ werde. Er merkte an, dass die Sicherheit der App in weniger als zwei Minuten umgangen werden könne, da sie faktisch dem Gerät vertraue, auf dem sie läuft – ein grundlegender Designfehler, der sie weit offen für Manipulationen lasse.
Der Vorstoß der EU für obligatorische Altersprüfungen erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem mehrere Länder ähnliche Maßnahmen ergriffen haben. Australien hat soziale Medien für unter 16-Jährige bereits verboten, während Dänemark, Frankreich, Spanien, Italien und Griechenland gemeinsam Tools zur Altersverifizierung testen. Deutschland hat ein ähnliches Verbot vorgeschlagen.
Kritiker argumentieren jedoch, dass diese Gesetze zentralisierte „Honeypots“ für personenbezogene Daten schaffen und die Überwachungsrisiken erhöhen. Im Vereinigten Königreich ist ein geplantes digitales ID-System bereits unter Beschuss geraten, wobei Gegner vor einem „Polizeistaat“ warnen.
Durov, der seit langem mit westlichen Regierungen über die Meinungsfreiheit streitet, hat wiederholt davor gewarnt, dass die digitale Freiheit ausgehöhlt wird und dass „eine dunkle, dystopische Welt schnell näher rückt – während wir schlafen“.
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