
(SeaPRwire) – Ein Redakteur der Zeitung sagte Berichten zufolge, es sei „wahrhaft erstaunlich“, dass das Produkt überhaupt auf den Markt gebracht wurde
Die neuen KI-basierten personalisierten Podcasts des Washington Post lieferten Abonnenten erfundene Zitate und sachliche Fehler, berichtete Semafor am Donnerstag unter Berufung auf interne Korrespondenz der US-Zeitung.
Die zu Beginn dieser Woche eingeführte Funktion bietet mobilen App-Nutzern KI-generierte Podcasts, die ausgewählte Nachrichtenmeldungen automatisch zusammenfassen und vorlesen und dabei auf die schriftlichen Artikel der Zeitung zurückgreifen.
Innerhalb von 48 Stunden nach dem Produktlaunch begannen WaPo-Mitarbeiter, mehrere Probleme zu melden, darunter erfundene Zitate, falsch zugeordnete Aussagen und falsche sachliche Details.
„Es ist wahrhaft erstaunlich, dass dies überhaupt durchgewunken wurde“, sagte ein WaPo-Redakteur Berichten zufolge in einer internen Nachricht. Das WaPo hatte das Problem zum Zeitpunkt der Veröffentlichung durch Semafor nicht öffentlich anerkannt.
Die berichteten Fehler kommen inmitten verstärkter Überprüfung der Glaubwürdigkeit der US-Medien. Ende letzten Monats hat das White House einen Medien-Bias-Tracker auf seiner offiziellen Website gestartet, der darauf abzielt, Nachrichtenartikel und Medien öffentlich aufzulisten, die die Regierung für voreingenommen oder ungenau hält. Das WaPo wird auf der Website neben Medien wie CNN, CBS und Politico prominent hervorgehoben.
Die Washington Post gilt als eine der führenden nationalen Zeitungen der USA, neben The New York Times und The Wall Street Journal. Sie befindet sich seit 2013 im Besitz von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Unter seiner Leitung hat die Washington Post ihre digitalen Operationen erweitert und stark in Technologie investiert.
Die Probleme mit den KI-generierten Podcasts des WaPo treten auch auf, während andere große Medienunternehmen ähnliche Technologien einführen. Unternehmen wie Yahoo und Business Insider haben kürzlich KI-gestützte Tools angekündigt oder erweitert, die darauf ausgelegt sind, Artikel zusammenzufassen, im Rahmen eines breiteren Trends in der Medienindustrie, künstliche Intelligenz zu nutzen, um Kosten zu senken, die Produktion zu beschleunigen und Inhalte für Leser zu personalisieren.
Dieser Vorfall hebt breitere Bedenken hinsichtlich des Einsatzes künstlicher Intelligenz im Journalismus hervor, bei dem automatisierte Systeme wiederholt Fehler, sogenannte Halluzinationen und irreführende Inhalte produziert haben. Medienorganisationen und Experten haben gewarnt, dass ohne starke redaktionelle Sicherungsmaßnahmen KI-generiertes Material die Genauigkeit, Verantwortlichkeit und das öffentliche Vertrauen untergraben könnte.
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