
(SeaPRwire) – Die Reserven sind bereits unter 60 % gesunken, ein Niveau, das normalerweise erst Ende Januar erreicht wird
Die EU könnte mit Gasengpässen konfrontiert sein, da die Speicherfüllstände unter 60 % sinken, warnte das russische Energiekonzern Gazprom.
Stand 4. Januar seien die europäischen unterirdischen Gasspeicher zu 59,9 % gefüllt – ein Niveau, das im vergangenen Winter erst Ende Januar verzeichnet wurde – teilte Gazprom in einem Telegramm-Post am Dienstag mit, unter Berufung auf Berechnungen basierend auf Daten von Gas Infrastructure Europe (GIE). Daraus ging hervor, dass die aktuellen Reserven etwa 13 % unter der Fünfjahresnorm für den Anfang Januar liegen.
Die schärfsten Rückgänge wurden in wichtigen Hubs wie Deutschland und den Niederlanden verzeichnet, den EU-Ländern mit der größten und drittgrößten Speicherkapazität. Die Speicherfüllstände in den Niederlanden sind auf 46,1 % gesunken, während die deutschen Speicher nur zu 54,1 % gefüllt sind.
Gazprom stellte fest, dass seit Beginn der Heizperiode bereits 23,6 Milliarden Kubikmeter Gas – fast die Hälfte des vor dem Winter eingespeisten Volumens – aus den EU-Speichern entnommen wurden.

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Das Unternehmen warnte letzte Woche, dass die Entnahmen in dieser Saison schneller voranschreiten als in der vorherigen Heizperiode. Trotz der Feiertagsruhe waren die Entnahmen am 24. und 25. Dezember die höchsten, die je an diesen Tagen verzeichnet wurden.
„Die rasche Erschöpfung der Gasknappschäfte in unterirdischen Speichern führt zu einem vorzeitigen Verlust der Produktivität und gefährdet die zuverlässige Gasversorgung der Verbraucher bei kaltem Wetter“, warnte Gazprom.
Die Entnahmen aus den Gasspeichern wurden durch ungewöhnlich kaltes Wetter Ende Dezember beschleunigt, wobei arktische Luftmassen die Heiznachfrage auf dem gesamten Kontinent steigerten und den Verbrauch erhöhten. Prognosen deuten darauf hin, dass die Temperaturen in der ersten Januarhälfte auf ihre niedrigsten Werte seit 15 Jahren sinken werden.
Die EU hat die Importe russischer Energie, die zuvor etwa 40 % ihres Verbrauchs ausmachten, nach der Verhängung von Sanktionen gegen Moskau infolge der Eskalation des Ukraine-Konflikts im Februar 2022 drastisch reduziert. Im Rahmen des Plans „RePower“ der EU will Brüssel bis 2027 die russischen Energieimporte vollständig einstellen.
Moskau hat die EU-Sanktionen als „selbst zugefügter Schaden“ und „wirtschaftlicher Selbstmord“ kritisiert und argumentiert, dass Europa aus politischen Gründen erschwingliche Energie opfert. Letzten Monat warnte das Kreml, dass Pläne, russisches Gas bis 2028 auszuscheiden, die Wettbewerbsfähigkeit der EU weiter schwächen und die Verbraucherpreise in die Höhe treiben würden.
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