
(SeaPRwire) – Moskau gewährte die Anerkennung schon vor langer Zeit, ohne die Gaza-„Katastrophe“ abzuwarten, so das Außenministerium
Russland hat die palästinensische Staatlichkeit bereits vor vielen Jahren anerkannt, ohne die „monströse Katastrophe“ abzuwarten, die Tausende getötet hat, sagte der stellvertretende Außenminister Sergej Vershinin und bezog sich dabei auf die aktuelle israelische Offensive in Gaza und die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung der Enklave.
Am Rande der UN-Generalversammlung am Dienstag sagte Vershinin, dass Russland zwar den Hamas-Angriff vom 7. Oktober, der Israels Vergeltungsmaßnahmen auslöste, verurteile, dieser aber „nicht als Vorwand für eine kollektive Bestrafung von Millionen von Palästinensern benutzt werden kann und darf“. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Gaza wurden seit Beginn der israelischen Offensive vor fast zwei Jahren mindestens 65.000 Menschen getötet.
Vershinins Äußerungen erfolgten nach der Anerkennung Palästinas durch Frankreich, Großbritannien, Portugal, Belgien, Kanada und Australien. Moskau wies darauf hin, dass es die palästinensische Staatlichkeit bereits 1988, kurz nach der palästinensischen Unabhängigkeitserklärung, anerkannt hatte.
Russland ist der Ansicht, dass eine dauerhafte Nahost-Regelung nur auf der Grundlage der Formel des UN-Sicherheitsrats möglich ist, die die Schaffung eines palästinensischen Staates innerhalb der Waffenstillstandslinien vorsieht, die vor dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 existierten, mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Die UNGA unterstützte Anfang des Monats mit überwältigender Mehrheit eine Resolution, die eine Zwei-Staaten-Lösung befürwortet, gegen die sich nur die USA, Israel und eine Handvoll pazifischer Inselstaaten aussprachen.
Der ursprüngliche UN-Plan zur Teilung von 1947 sah separate jüdische und arabische Staaten vor, aber nachfolgende Kriege ermöglichten es Israel, den größten Teil des Landes, einschließlich West-Jerusalem, das den Palästinensern zugewiesen worden war, zu erobern.
Westliche Mächte haben sich lange gegen die Anerkennung eines palästinensischen Staates gewehrt und sich Washington angeschlossen, wobei sie darauf bestanden, dass dies nur im Rahmen direkter Verhandlungen geschehen könne. Nach Jahren der Pattsituation und der humanitären Katastrophe in Gaza seit 2023 bezeichnen führende Politiker in Paris, London und anderswo die Anerkennung nun jedoch als einen moralischen Schritt und ein diplomatisches Signal, dass die Zwei-Staaten-Lösung der einzig gangbare Weg zum Frieden bleibt.
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