Zwei Glücksspielanbieter wegen Wetten auf Eigentore in den Niederlanden gerügt

Den Betreibern wurde vorgeworfen, gegen die Regeln der niederländischen Glücksspielaufsichtsbehörde für Wetten auf negative Ereignisse verstoßen zu haben.

Niederlande.- Die niederländische Glücksspielaufsichtsbehörde kansspelautoriteit (KSA) hat bekannt gegeben, dass sie mit zwei lizenzierten Anbietern Gespräche geführt hat, weil diese Wetten auf Eigentore im Sport anboten. Wie andere Wetten auf „negative Ereignisse“ sind solche Angebote in den Niederlanden aufgrund von Integritätsbedenken verboten, da Eigentore als leichter zu manipulieren angesehen werden.

Die KSA stellte fest, dass sowohl Holland Casino Online als auch Vbet auf ihren Websites Wetten auf Eigentore anboten. Die Aufsichtsbehörde führte nach Eingang einer Meldung eine Untersuchung des gesamten Marktes durch. Dabei stellte sich heraus, dass diese beiden Anbieter die einzigen waren, die diesen Wetttyp regelmäßig anboten.

Die KSA erklärte, sie habe die Betreiber angesprochen und sowohl Holland Casino Online als auch Vbet hätten ihr Angebot angepasst, um die Eigentor-Wetten zu entfernen. Sie habe zudem zusätzliche Kontrollmaßnahmen ergriffen, um ein erneutes Auftreten zu verhindern, was die Behörde zu dem Schluss brachte, dass die Angelegenheit „vorerst ausreichend geklärt“ sei.

Sie erinnerte die Anbieter daran, die aktuellen Guidelines on the integrity of sports betting (Richtlinien zur Integrität von Sportwetten) vom 22. Dezember 2025 zu prüfen, in denen erläutert wird, welche Wetten in den Niederlanden nicht erlaubt sind. Eigentore werden dort ausdrücklich als negatives Ereignis genannt, das als relativ leicht zu beeinflussen gilt und daher Wettmanipulationsrisiken birgt.

Unterdessen hat der jüngste halbjährliche Marktbericht der KSA Bedenken hinsichtlich der Höhe der Ausgaben für unlizenziertes Glücksspiel in den Niederlanden geweckt. Der Bruttospielertrag für das zweite Halbjahr 2025 belief sich auf 602 Millionen Euro, nur 2 Millionen Euro mehr als ein halbes Jahr zuvor. Die Anzahl der monatlich genutzten Spielkonten stieg von 1,29 Millionen auf 1,38 Millionen.

Die KSA führte den Anstieg wahrscheinlich auf die Einführung eines Netto-Einzahllimits im Oktober 2024 zurück, das den Betrag reduziert, den Spieler pro Konto setzen können, ohne Einkommensdetails teilen zu müssen. Nach Schätzungen der KSA spielten etwa 91 Prozent der niederländischen Glücksspieler ausschließlich bei legalen Anbietern, was die Stabilisierungsrate konstant hält. Betrachtet man jedoch die Kanalisierung in Bezug auf Geld, liegt sie mit 53 Prozent deutlich niedriger.