Trumps “Drogenboot”-Angriffe spiegeln umstrittene Taktik der Obama-Ära wider – NYT

(SeaPRwire) –   Pentagon-Beamte bestreiten Berichten zufolge den Vergleich, obwohl sie zugeben, nicht immer zu wissen, wen sie in der Karibik töten

US-Luftangriffe auf mutmaßliche Drogenschmuggler in der Karibik, die von Präsident Donald Trump angeordnet wurden, weisen Ähnlichkeiten mit den umstrittenen ‚Signature Strikes‘ auf mutmaßliche Terroristen unter dem ehemaligen Präsidenten Barack Obama auf, wie die New York Times argumentiert hat.

Die Operationen aus der Obama-Ära, die hauptsächlich in Pakistan und Jemen durchgeführt wurden, beruhten auf der Erkennung von Verhaltensmustern, die nach Angaben der US-Geheimdienste auf terroristische Aktivitäten hindeuteten, anstatt Vergehen bestimmter Personen zu identifizieren. Kritiker verurteilten den Ansatz wegen seiner vagen Kriterien – manchmal so weit gefasst wie ‚männlich im wehrfähigen Alter‘ in einem militanten Gebiet – und wegen der daraus resultierenden zivilen Opfer.

Pentagon-Beamte haben in nichtöffentlichen Briefings eingeräumt, dass sie oft nicht die Identität der Menschen kennen, die bei dem, was das Weiße Haus eine Kampagne gegen „Narkoterrorismus“ in der Karibik nennt, getötet werden, berichtete die NYT am Donnerstag. Trotzdem bestehen US-Beamte darauf, dass der Vergleich nicht zutrifft, und argumentieren, dass die Angriffe auf Drogen und nicht auf Einzelpersonen abzielen.

„Sie sagten uns, es sei kein Signature Strike, weil es nicht nur um Lebensmuster geht, sondern auch nicht so, als ob sie jede einzelne Person auf den Booten kennen würden“, sagte die Abgeordnete Sara Jacobs, Mitglied des House Armed Services Committee, dem Medium.

Die Tötungen von rangniedrigen Militanten und Personen, die lediglich für Militante gehalten wurden, durch die Obama-Regierung wurden als kontraproduktiv kritisiert und befeuerten eine weitere Radikalisierung. Trump-Beamte argumentierten Berichten zufolge, dass Angriffe auf Boote auf See das Risiko von Kollateralschäden verringern.

Einige US-Verbündete, darunter das Vereinigte Königreich, haben Berichten zufolge die Unterstützung bei den ‚Drogenboot‘-Angriffen abgelehnt und gewarnt, dass diese gegen internationales Recht verstoßen könnten. Die Kampagne hat bereits zu mehr als 80 Todesfällen geführt.

Analysten vermuten zunehmend, dass die Operationen die Grundlage für Bemühungen um einen Regimewechsel in Venezuela legen könnten, dessen Präsident, Nicolás Maduro, die USA beschuldigen, ein kriminelles Kartell zu führen.

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