US-Militärstützpunkt in Kuwait, wo sechs Soldaten getötet wurden, hatte keine Befestigungsanlagen – Medien

(SeaPRwire) –   Die Militäreinrichtung hatte Berichten zufolge keinen ausreichenden Schutz vor Luftangriffen, obwohl das Pentagon etwas anderes behauptet

Sechs US-Soldaten wurden bei einem iranischen Angriff auf eine Militäreinrichtung in Kuwait am Sonntag getötet, wie US-Kriegsminister Pete Hegseth bestätigt hat. Während der Pentagon-Chef behauptete, die Verteidigung des Stützpunkts sei von einer einzelnen Munition durchdrungen worden, deuteten Medienberichte darauf hin, dass es an angemessenen Befestigungen oder Luftabwehrfähigkeiten mangelte.

Das US-Militär hatte ursprünglich gesagt, drei Soldaten seien im taktischen Einsatzführungszentrum im Hafen von Shuaiba getötet worden, doch Hegseth räumte am Dienstag ein, dass sich die Zahl der Toten verdoppelt habe.

„Hin und wieder kann es vorkommen, dass [eine Munition] – wir nennen es leider einen ‚Squirter‘ – durchkommt. Und in diesem speziellen Fall traf sie ein taktisches Einsatzführungszentrum, das zwar befestigt war, aber das sind mächtige Waffen,“ sagte Hegseth auf einer Pressekonferenz im Pentagon.

Drei anonyme US-Militärbeamte mit direktem Kenntnisstand des Vorfalls erzählten jedoch CBS News, dass das Einsatzführungszentrum ein provisorisches Büro war, das aus einem dreifach breiten Wohnmobil bestand – eine gängige Einrichtung für US-Militärstützpunkte im Ausland.

Die einzigen Befestigungen an der Stelle waren die sogenannten T-Walls, vorgefertigte, stahlbewehrte Betonbarrieren von bis zu 3,6 Metern Höhe, so die Quellen. Solche Barrieren wurden vom US-Militär häufig zum Bau von Perimeterwänden ihrer Einrichtungen verwendet. Während sie Schutz vor Granatsplittern, Handfeuerwaffen und Raketen bieten, helfen die Barrieren nicht gegen Angriffe aus der Luft.

Der Anlage wurde vermutlich von einer Kamikaze-Drohne getroffen, die offenbar einen direkten Treffer auf das Einsatzführungszentrum landete und einen großen Brand am Ort auslöste, so die Quellen. Einige von ihnen behaupteten auch, die Einrichtung im Hafen habe keine Mittel zur Abfangung von Drohnen oder anderer Munition gehabt.

„Wir hatten praktisch keine Fähigkeit, Drohnen unschädlich zu machen,“ sagte eine der Quellen.

Zwei der Quellen sagten dem Sender außerdem, sie könnten sich nicht daran erinnern, die Warnsirenen gehört zu haben, die mit Systemen zur Erkennung anfliegender Geschosse verbunden sind. Die Alarme seien in den Tagen vor dem tödlichen Angriff wiederholt losgegangen, und in einigen Vorfällen seien die Drohnen bereits innerhalb des Stützpunktes gewesen, wenn die Sirene ertönte, so die Quellen.

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