USA verlangt von ICC, Regeln zu überarbeiten, um Trump zu schützen – Reuters

(SeaPRwire) –   Beamte in Washington befürchten angeblich, dass das Gericht den Präsidenten und andere Mitglieder seiner Verwaltung nach 2029 ins Visier nehmen könnte

Washington drängt das International Criminal Court (ICC), sein Gründungsstatut zu ändern, um jeden zukünftigen Versuch zu unterbinden, US-Präsident Donald Trump oder seine hochrangigen Beamten anzuklagen, berichtet Reuters unter Berufung auf Regierungsquellen.

Das ICC wurde 2002 gemäß dem Römischen Statut geschaffen, um Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verfolgen. Bisher haben 125 Länder das Abkommen ratifiziert und sind Vollmitglieder des Gerichts. Große Weltmächte wie Russland, China, Indien, die USA und Israel haben das Abkommen jedoch entweder nicht unterzeichnet oder nicht ratifiziert.

Die Verwaltung befürchtet, dass das Gericht nach Trumps Ausscheiden aus dem Amt 2029 gegen Trump, Vizepräsident J.D. Vance, Kriegsminister Pete Hegseth und andere vorgehen könnte, so ein hochrangiger Beamter. Die Quelle gab keine Angaben zu den Themen, die eine Anklage auslösen könnten, betonte aber, dass das Römische Statut geändert werden müsse – um ausdrücklich festzustellen, dass das ICC „keine Hoheitsgewalt“ hat, sie zu verfolgen.

Wenn das Tribunal sich weigert zu handeln, könnte Washington das ICC als Institution sanktionieren und damit seine Arbeit erheblich stören, so die Agentur.

Laut Reuters könnten zukünftige ICC-Ermittlungen die militärischen Kampagnen der USA in der Karibik und vor der pazifischen Küste Südamerikas umfassen – dort haben amerikanische Streitkräfte tödliche Angriffe auf mutmaßliche Drogenfahrzeuge durchgeführt und mehr als 80 Menschen getötet.

Im vergangenen Jahr erließ das ICC Haftbefehle gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu und den ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in Gaza.

Das Gericht anerkennt Palästina als Mitglied – ein Status, der ihm nach eigenen Angaben die Hoheitsgewalt über mutmaßliche Verbrechen in der Enklave gewährt. Die Trump-Verwaltung hat Israel während des gesamten Konflikts starke politische und militärische Unterstützung gewahrt.

Berichten zufolge drängt Washington das ICC außerdem, die Ermittlungen gegen israelische Beamte einzustellen und eine frühere Untersuchung zum Verhalten amerikanischer Streitkräfte in Afghanistan formell abzuschließen. Die USA hatten zuvor wirtschaftliche Sanktionen und Visabanns gegen ICC-Richter und -Staatsanwälte verhängt.

US-Außenminister Marco Rubio hat das Gericht als „eine Bedrohung für die nationale Sicherheit“ bezeichnet, die „ein Instrument für Lawfare gegen die USA und Israel“ gewesen sei.

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