Banijay Entertainment schließt Übernahme der Tipico Group ab

Tipico tritt der Banijay Gaming Division mit Betclic und Admiral Austria bei.

Frankreich.- Banijay Entertainment hat die Übernahme der Tipico Group mit Sitz in Deutschland abgeschlossen und damit seine Gaming-Präsenz erweitert. Der französische Betreiber hatte im vergangenen Oktober die Übernahme einer 65-prozentigen Beteiligung von CVC Capital für 3 Milliarden Euro angekündigt.

Tipico tritt der neuen Banijay Gaming Division bei, zu der bereits Betclic in Frankreich und Admiral Austria gehören, das im vergangenen Jahr von Novatech übernommen wurde. Im Januar verkaufte die Gruppe ihre Beteiligung an Bet-at-home AG. Sie gibt an, nun eine kombinierte Kundenbasis von 6,5 Millionen in Deutschland, Frankreich, Portugal, Österreich, Polen und Côte d’Ivoire zu haben.

Die Banijay Group wird 65 Prozent des Kapitals von Banijay Gaming halten, zusammen mit CVC und den Gründern von Tipico und Betclic, mit Plänen, ihren Anteil in den kommenden Jahren auf mindestens 72 Prozent zu erhöhen.

Führungswechsel begleiten die Umstrukturierung: Joachim Baca wechselt vom CEO der Tipico Group zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands von Banijay Gaming. Mate Bacic, ehemals CEO von Tipico Austria, ist nun CEO der Tipico Group, während Nicolas Béraud, Gründer und ehemaliger CEO von Betclic, Vorsitzender des Vorstands von Banijay Gaming wird. Julien Brun wechselt vom COO von Betclic zum CEO.

Die Übernahme folgt auf das Joint Venture von Banijay mit RedBird IMI, das eine gemeinsame Eigentümerschaft von All3Media begründete und eine der größten Content-Produktionsgruppen der Welt schuf. Die Gruppe gibt an, dass ihre kombinierten Vermögenswerte auf Pro-forma-Basis im Jahr 2025 einen Umsatz von 7,4 Milliarden Euro, ein bereinigtes EBITDA von 1,6 Milliarden Euro und einen bereinigten freien Cashflow von 1,2 Milliarden Euro erzielt hätten.

Das Unternehmen erwartet für die erweiterte Gaming-Sparte ein zweistelliges Wachstum, unterstützt durch Synergien, die mittelfristig auf 100 Millionen Euro geschätzt werden.

Béraud kommentierte die Transaktion wie folgt: „Mit dieser Kombination wird Banijay Gaming zu einer echten europäischen Plattform mit Skalierung, verbesserter Diversifizierung und erhöhter Präsenz in großen, vollständig regulierten Märkten. Indem wir unsere gemeinsame DNA und Technologien, unsere Handelsexpertise und unsere Kundenplattformen zusammenführen, werden wir die Produktinnovation beschleunigen, unser Omnichannel-Angebot verbessern und unseren Spielern ein nahtloseres und ansprechenderes Erlebnis bieten. Unsere Priorität ist es nun, das volle Potenzial dieser Kombination zu erschließen, um das Wachstum in all unseren Märkten voranzutreiben.“